Richtig geiles Zeug! Dahinter steckt langjahrige Erfahrung und in unzahlreichen Word Cups erworbene Kompetenz.
JL Racing Suspension

Meine erste Bike-Video
Agresti Rennrad Singlespeed 7kg leicht
Nun war es so weit: das Agresti-Rennrad wurde komplett zusammengebaut. Das Meisterwerk aus Stahl bring 7kg auf die Waage und vermittelt ein schönes Gefühl der Leichtigkeit beim Fahren.
Das Rennrad ist mit mit einem Laufradsatz Tune Singlespeed RR ausgestattet, das für einen charakterischen Sound sorg. Ein 21er SingleStar Ritzel von Singlespeed-König Marcel Hahn in Alu-Version passt stylisch zu dem Rahmen. Einen Ti-Rizel war es in diesem Jahr nicht zu bekommen, aber bin in der Warteliste, was heißt, irgendwann mal, eines schönes Tages wird der Himmer noch blauer!
Sucht nach Höhenmeter oder Trainingscamp auf Mallorca
Die beste Art, den Frühlingsbeginn zu beschleunigen, ein Radurlaub auf Mallorca zu buchen. Anfang März, wenn der Frühling in Deutschland noch auf sich warten lässt.
Dieses Jahr sind wir einen Monat früher und direkt am Fuße des Gebirges bei Peguera stationiert. Die Unterkunft hat uns sofort gut gefallen: ein Häuschen im mediterranischen Stil, mit einem riesigen Aufenthaltsraum auf der unteren Etage, wo die Renner rein durften und einem sehr einladenden Schlafzimmer mit einer großen sonnigen Terrasse auf der oberen Etage. Hinter dem Schlafzimmer befand sich das Badezimmer.
Erlebnis # 1: Küstenstraße über Banyalbufar 80km 1800Hm
Unsere erste Runde hat schon unsere Erwartungen auf Höhenmeter erfüllt. Von Peguera aus steigt sanft die ruhige Landstraße nach Es Capdella. Von dort aus kann man sich entscheiden, wie man zur Küstenstraße fährt. Biegt man nach rechts, kommt man zu dem schönen kurvigen Anstieg zum Coll de Galilea 403m, dann bringt einen die rasante, schmale Staße nach Puigpunyent 208m. Wer sich mit Eis / Cola / Kaffee stärken muss, sollte die Möglichkeit nutzen, weil die ruhige fast einsame Straße sich wie eine Schlange 4km weiter hoch schleicht, zu Penyal des Grau 455m. Und wieder runter. Man hört nur den Wind und das Flüstern der Reifen in den Kurven. Ab Esporles muss man noch eine Weile auf einer breiten, stark befahrenen Straße hoch kämpfen. Die Luft bleibt stehen, die Hitze glüht. Aber bald ist man auf der Küstenstraße MA-10, und man atmet tief und begreift wieder den Frohsinn des Lebens. Das, was man sieht, ist traumhaft: den blauen Himmel, das türkisfarbene Meer und die schöne Serpentinen-Straße flüstert verführerisch zu den Rädern: “Fahre mich”… Zum Abschluss bleiben noch zwei kleine Pässe: Coll des Pi 320m und Coll de Sa Cremola 354m. Das Wetter war, na ja, wie es im März sein könnte, ein wenig frisch, mal sonnig und an der Küste sehr windig. Ich war froh meine Gore Windstopper Jacke und lange Radhosen anzuhaben.
Elebnis # 2: Küstenstraße andersrum über Valldemossa 105 km 2170Hm
Am Morgen des nächsten Tages schien hell die Sonne vom intensiv blauen Himmel, ein paar Wolken kleben sich fotogen an Bergen, 17 Grad, der leichte Wind verbreitet Duft der Kräutern und blutenden Bäumen. Heute wollen wir die Strecke andersrum fahren und eine kleine Erweiterung über Valldemossa und Esgleieta auf dem Heimweg dazu schließen. Kurz vor Antratx werden wir von einer Gruppe überholt, die Jungs sind zügig die Straße zu Coll de Sa Cremola 354m hochgefahren. Die Küstenstraße ist eine der beliebten Trainingsstrecke für Rennradprofis auf Mallorca.
Als wir das Meer erblicken, das unten bis zum Horizont liegt, schlagen unsere Urlaubsgefühle laut eine Triumphsymphonie und die bestimmt das Rhythmus. Ab Banyabufar 100m steigt die Straße kurvig hoch und lässt nicht die nächsten 10 km bis zum Coll Claret 495m nach. Ab dahin gilt es runter kurbeln mit einer wenig kurvigen Straße bis Valldemossa 400m, ein schönes Ort mit vielen einladenden Cafés, was auch ein schönes Ausgangort für einen Radurlaub dienen könnte. Ab Valldemossa bringt eine breite mit viel Verkehr Straße einen nach Esgleieta 100m und wenn man Glück hat, nicht hinter einem LKW / Bus fahren zu müssen, könnte man die ersten Kurven noch geniessen und den Lärm abschalten…
Elebnis # 3: Calvia Soller 140km 2700Hm
Langsam fangen wir an, uns auf der Straßen der sonnigen Insel sicher zu fühlen und wollen nun den Coll der Soller 486m Richtung des Meeres zu fahren. Um unsere Kräfte zu sparen starten wir über Calvia, wo wir den Schritttempo wegen des Markttages fahren müssen. Es ist ziemlich warm, es ist fast Sommer, eine 3/4 Radhose und einen kurzarmigen Trikot scheint heute die richtige Wahl zu sein.
Die Straße nach Establiments verläuft durch schöne einsame hügelige Landschaft.
Von Esleieta fahren wir ein Stück über MA-1140, dann nehmen wir die breite, laute und mit viel Verkehr MA-11. Es steigt leicht. Die gefühlte ewige 6km bis zum Autotunnel, die Zweiradstrecke biegt nach links und es wird langsam ernst. Mit jeder Kurve steigt die Höhe und ergeben sich grandiose Blicke bis zu Palma.
Einer der schönsten Auffahren, der Weg zum Coll der Soller 486m, der Weg zum Meer. Beim Runterfahren sah ich schon mein Traumziel – den Puig Major, den höchten Berg von Mallorca.
Ob es hin von Peguera zu schaffen ist… Aber nicht heute, ein andermal. Heute widmen wir uns den bezauberten Meerblicken und Kurven der Küstenstraße von Soller bis Antrat… Obwohl wir knapp mit der zeit ist, muss ich im Deia kurz anhalten um ein Bild von einem Schloss auf einem Berg zu machen. Gewisse Ausstrahlung hat das, so eine Ruhe…
Elebnis # 4: Randa Cura 146km 1672Hm
Das war eigentlich als ein ruhiger Tag geplant, allerdings mit einem Anstieg zum Kloster Cura, 543 Hm, jede Kurve gönnt einem atemberaubende Ausblicke aufs Meer und ins Land. Und es gibt oben Eis und Cola. Also lohnt es sich:) Dass es am Ende des Tages 140 km mit 1600 Hm ergeben hat ist nur Nebensache…
Elebnis # 5: Puigpunyet – Soller – Esglayeta 120km 2140Hm
Gestern sind wir den Coll de Soller von seiner “schattigen Seite” gefahren. Hin ging es über die Küstenstraße, man bekommt nie genug von den geilen Kurven und Meerblicke:) Insgesamt waren es etwa 120 km mit 2100 Hm.
Elebnis # 6: Puigpunyet – Soller – Lluc – S.Maria 168km 3008Hm
Also, wenn ich über den heutigen Tag nachdenke, it was just a perfect day: in Soller von fast von 0m zum Puig Mayor Tunnel 883m gefahren, bis dahin hatten wir drei kleine Pässe absolviert und am Ende des Tages waren es 168 km mit knapp 3000 Hm…
Gestern beim Cola Trinken auf einer Tankstelle kamen wir mit einem Holländer ins Gespräch, der meinte, das wäre nicht zu schaffen, von Peguera zum Puig Mayor Tunnel und ohne Bustransfer zurück: “Da fährst du 9 Stunden und am Ende bist du tot.” Ich dachte, abwarten, probieren, sterben kann man immer…
Alles passte perfekt bis zu den Kleinigkeiten und wir hatten riesiges Glück, die grandiose Runde mit fantastischen Panoramablicken erleben zu dürfen und pünktlich zum Abendessen zu erscheinen:)
Ein Vorfrühlingssunsetride
Etwas lag in der Luft. Vorfrühling. Vorfreude. In Offenbach blieben die Nachmittagstemperaturen schon den zweiten Tag über 0 Grad. In Kronberg war es kälter. Und über den Altkönig musste meiner Vermutung nach immer noch Winter herrschen…
Eine richtige Zeit um sich mit einen Sunsetride vom Winter zu verabschieden.

Ab Falkenstein, 450 m ü. NHN, sind es gefühlte 2 Grad weniger.

Vom Jagthaus ab fahre ich durch den Winterwald. Die Wege sind vereist. Tagsüber schmelzt der Schnee und bildet mit dem kommenden Abendfrost einen harten glatten Panzer über die Waldwege.

Die Abfahrt über den Schwarzen Weg war eine pure Glückssache. Am Anfang war der Trail vereist. …Den Sattel runter. Das Licht von Maxx-D und Diablo von Exposure Lights auf 100% gestellt, mit Sicherheit wird hier nicht gesparrt… Ein Wunder wie ich durch gekommen bin. Meine Bremsen Hope Race X2 müssten in Zusammenarbeit mit den Reifen Fat Albert 2.4 von Schwalbe eine tolle Leistung gebracht haben. Ich fuhr solange es mir an Glauben reichte… Dann an einer schmalen Kurve steige ich ab, keine Lust, nach meinem Bike irgendwo unten im Gebüsch zu suchen… Ein Stück schieben und dann weiter über Steine fahren…
…Überpünktlich zur Zugabfahrt war ich am Kronberger Bahnhof. Noch eine Stunde in der S-Bahn zittern und sich dann Zuhause eine warme Badewanne und eine heiße Suppe gönnen…
Schnee und Matsch
Der Winter hat, wie jedes Ding, seine zwei Seiten. Mindestens. Die eine ist dunkel, wackelig, klebrig, warm und unzuverlässig. Und die andere ist weiß, klar, kalt und gleichgültig.
Am vergangenen Wochenende haben wir diese beiden winterlichen Seiten erlebt. Einmal im Spessart…
und einmal im Taunus…..
Mein Herz schlägt für Tune
Liebes Tagebuch, mein Herz schlägt für Tune, für die feinen leichten bunten eloxierten Teile, obwohl ich immer nur die schwarzen vorgezogen habe, jedoch seit kurzer Zeit mag ich auch rot, aber schön, dass es sie in allen fröhlichen Farben gibt.
Für die Craft Bike Transalp 2012 wird es ein Mixed-Singlespeed-Team geben, Mila und MipMip, Black Cat und SingleStar…. GA1 Racing Am Limit heißt das Team, so wie die legendären Trikots vom MipMip, gaaaaanz ruhig…
Es wird geil sein! Danke Mip! Danke Tune!
Wie wir den Hermannsweg gefahren sind
Für das kommende verländerte Wochenende sind drei herrliche, sonnige Tage angekündigt. Anfang Oktober. Der Herbst ist jung, prachtvoll und bunt. Wer bei diesen Umständen zu Hause bleibt, dem ist nicht mehr zu helfen, oder es muss so sein.
Und was machen wir? Kurz nach 4 Uhr klingelt der Wecker. Der schon früher wachgewordene Kater freut sich auf meine Gesellschaft, hat aber einen Verdacht. Aus der Erfahrung: Die fürs Wochenende Zuhause bleibende Mila schläft lange, aber definitive nicht diesmal. Schnell die Bikes ins Auto und los nach Leopoldstal, wo wir uns mit dem Mipmip verabredet haben um den Hermannsweg zu fahren…
…Der Sonnenaufgang von der Autobahn war unvergesslich. Langsam aber sicher kommt das Lich von Osten, Nebel schwebt über Wiesen und entschärft die Konturen der Landschaft…
…Im Jahre 9 n. Chr. wurden im Teutoburger Wald in der Varusschlacht drei römische Legionen von Germanen vernichtet. Weiter nach Norden gingen die Römer nicht. Eine Niederlage, die ein Schluss gemacht hat die rechtsrheinischen Gebiete zur einer Provinz des Römischen Reiches zu machen. Der Führer der Germanen war ein Fürst der Cherusker, sein germanischer Name ist unbekannt, die antiken Quellen nennen ihn “Arminius” oder “Hermann der Cherusker”. Die Quellen berichten, er sei ein eingebürgerter Römer gewesen und habe im römischen Militär eine Karriere als Berufsoffizier gemacht. Bei der Varusschlacht war er 26 Jahre alt…
Die Geschichte von der Niederlage des Römischen Reiches in den tiefen Wäldern der Germanen hat mich fasziniert, diesen Hermannsweg wollte ich fahren und die Geschichte auf mich wirken lassen.
Kurz vor 9 Uhr warten wir auf einem Parkplatz in Leopoldstal auf Marcel.
Der kommt und der Ausflug beginnt.
Am Bahnhof war der Hinweis “H” deutlich zu sehen. So wie nach der ersten Abbiegung nach links immer noch. Dann ging es hoch Richtung eines Friedhofes. Doch davor mussten wir noch mal die Tune-Kurbel bei meinem und Marcels-Bike nachziehen, so wie seine Shimano XTR Pedale. Wanderwege sind auf der Topo-Deutschland-Karte meines Garmin Oregon 550T als ein rote punktierte Linie angezeigt, so sollte es kein Problem sein, den Hermannsweg nachzufahren, besonders weil er mit einem großen “H” markiert ist.
Auf einem Aussichtsturm quäle ich die Teilnehmer mit der Geschichte: “Von dahinten kamen die Römer…”
Die allerletzten warmen Herbsttage und Panoramablicke, die man noch mit Sommerbekleidung geniessen kann. Mildwarm und buntherbstlich…
Irgendwann war kein “H” für “Hermannsweg” mehr zu sehen. Die Teilnehmer stellten Fragen, die ich mit großer Überzeugung beantwortete, der HW sei relativ neu, den gebe es erst seit kurzem. Die beiden glaubten mir und lachten mich nicht aus. Zuhause musste ich mich schämen, als ich herausgegoogelt habe, der Weg wurde “im Jahr 1902, gut 25 Jahre nach der Fertigstellung des Hermannsdenkmals, eingerichtet”.
So mitkam es durch einen Zufall, dass wir uns nach meiner falschen Abbiegung hinter dem Freidhof, auf dem Egge-Weg befunden haben. Das sei nicht schlimm, meinte MIpmip, den Hermannsweg könne man sowieso wegen der zahlreichen Wanderer schlecht fahren.
Wir waren Glückspilze, wir hatten steile, wurzelige Rampen nur für uns allein. Weil von Wanderern gab es nicht viel zu sehen. Der Kammweg über das Egge-Gebirge war menschenleer. Auch Verpflegungsmöglichkeiten gab es keine, kein Kuchen, keine Pommes, keine Cola und kein Bier. In Marsberg, am Ende des Weges gab es wieder alles. Prost! Auf den Guide, bzw. die Guide, die die Richtung absolut und total verfehlt hat! 
Am nächsten Tag, gut ausgeschlafen und gefrühstückt, fahren wir mit dem Zug zurück zum Ausgangspunkt, also nach Leopoldstal um diesmal alles richtig zu machen. Hermannsweg, wir kommen! Hoffe ich doch…
Während der Reise unterhält man sich und seine Nächsten mit allen möglichen Mitteln: man mach ein wenig Gymnastik…
…man liest was zu finden ist…
…man macht noch ein weinig Gymnastik…
…man trinkt Kaffee aus einer Schüssel und gönnt sich ein Eis…
Diesmal machen wir wirklich alles richtig, wir biegen nach rechts und folgen dem großen “H”. Der Weg ist schon sehr anspruchsvoll, schön, dass wir uns gestern warm gemacht haben, es geht nur rauf und runter, es gibt sowohl steinige Trails vom feinsten als auch Panoramablicke, Menschen, Kinder und Hunde. Zahlreiche Verpflegungsmöglichkeiten werden von uns ignoriert, ausgestattet mit den im Hotel selbstgeschmierten Brötchen haben wir keinen Kummer, zu verhunger. Es ist so geil, alles loszulassen und mit den Trails zu spielen, die Kamera bleibt fast die ganze Zeit unberührt in der Tasche, aber nicht bei den Externsteinen und dem Hermannsdenkmal… 
…Kurz vor 17 Uhr nach ca. 40 km und ca. 1000 Hm sind wir am Bahnhof in Oelinghausen auf dem “versteckten” Gleis B.
Freude: unser Zug kommt bald!
Auf dem “verstecken” Gleis B gibt es keinen außer uns. Wirklich niemand. Die Frage lautet, ob der Zug hier auch wirklich anhält?
Die viertel Stunde Ungewissheit, ob der Zug auf dem “versteckten” Gleis B anhält, macht uns ein wenig nervös, da helfen nur abschliessende sportliche Experimente…
An einem sonnigen Sonntag irgendwo im Taunus
Manchmal reicht es einem zu wissen, dass am Wochenende die Sonne scheint, die Pläne schmieden sich von selbst. Aufwachen, bei ausgiebigem Frühstück feststellen, das Wetter ist vielsprechend, rauf aufs Rad und los!
Es ist kurz vor 9 Uhr. Die Lüft ist noch kühl, aber alles zeigt, der Tag müsste absolut Hammer werden. Die Strassen sind noch leer, so wie der Kopf. Ein schönes helles Gefühl der Freiheit verbreitet sich mit jedem Tritt.
Ab 11 Uhr brauchen wir unsere Jacken und Beinlinge nicht mehr. Ab jetzt lautet es, Sonne tanken und die Fahrt geniessen. Jeder nach seiner Art. Ich guide und bestimme das Tempo, der von der Reminiszenz des Posters “Why Guys Always Keep Their Beer on the Bottom Shelf” motivierte Mario greift zur Kamera…
Als wir den Gr.Feldberg erreicht haben, hatten wir kurz vor 100 km.
Es war etwa gegen 13 Uhr und die riesige Kuchenlust kündigte sich laut und deutlich an. Also nahmen wir einen Platz und ließen es uns gut gehen.
Agresti Rahmen, Stahl
Stolz auf sein Werk strahlte Stefano Agresti bei der Übergabe des Rahmens.
Grazie Maestro!















































