Ein Vorfrühlingssunsetride

Etwas lag in der Luft. Vorfrühling. Vorfreude. In Offenbach blieben die Nachmittagstemperaturen schon den zweiten Tag über 0 Grad. In Kronberg war es kälter. Und über den Altkönig musste meiner Vermutung nach immer noch Winter herrschen…

Eine richtige Zeit um sich mit einen Sunsetride vom Winter zu verabschieden.
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Ab Falkenstein, 450 m ü. NHN, sind es gefühlte 2 Grad weniger.

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Vom Jagthaus ab fahre ich durch den Winterwald. Die Wege sind vereist. Tagsüber schmelzt der Schnee und bildet mit dem kommenden Abendfrost einen harten glatten Panzer über die Waldwege.

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Die Abfahrt über den Schwarzen Weg war eine pure Glückssache. Am Anfang war der Trail vereist. …Den Sattel runter. Das Licht von Maxx-D und Diablo von Exposure Lights auf 100% gestellt, mit Sicherheit wird hier nicht gesparrt… Ein Wunder wie ich durch gekommen bin. Meine Bremsen Hope Race X2 müssten in Zusammenarbeit mit den Reifen Fat Albert 2.4 von Schwalbe eine tolle Leistung gebracht haben. Ich fuhr solange es mir an Glauben reichte… Dann an einer schmalen Kurve steige ich ab, keine Lust, nach meinem Bike irgendwo unten im Gebüsch zu suchen… Ein Stück schieben und dann weiter über Steine fahren…
…Überpünktlich zur Zugabfahrt war ich am Kronberger Bahnhof. Noch eine Stunde in der S-Bahn zittern und sich dann Zuhause eine warme Badewanne und eine heiße Suppe gönnen…

Schnee und Matsch

Der Winter hat, wie jedes Ding, seine zwei Seiten. Mindestens. Die eine ist dunkel, wackelig, klebrig, warm und unzuverlässig. Und die andere ist weiß, klar, kalt und gleichgültig.

Am vergangenen Wochenende haben wir diese beiden winterlichen Seiten erlebt. Einmal im Spessart…

und einmal im Taunus…..

Mein Herz schlägt für Tune

Liebes Tagebuch, mein Herz schlägt für Tune, für die feinen leichten bunten eloxierten Teile, obwohl ich immer nur die schwarzen vorgezogen habe, jedoch seit kurzer Zeit mag ich auch rot, aber schön, dass es sie in allen fröhlichen Farben gibt.

Für die Craft Bike Transalp 2012 wird es ein Mixed-Singlespeed-Team geben, Mila und MipMip, Black Cat und SingleStar…. GA1 Racing Am Limit heißt das Team, so wie die legendären Trikots vom MipMip, gaaaaanz ruhig…

Es wird geil sein! Danke Mip! Danke Tune!

Wie wir den Hermannsweg gefahren sind

Für das kommende verländerte Wochenende sind drei herrliche, sonnige Tage angekündigt. Anfang Oktober. Der Herbst ist jung, prachtvoll und bunt. Wer bei diesen Umständen zu Hause bleibt, dem ist nicht mehr zu helfen, oder es muss so sein.

Und was machen wir? Kurz nach 4 Uhr klingelt der Wecker. Der schon früher wachgewordene Kater freut sich auf meine Gesellschaft, hat aber einen Verdacht. Aus der Erfahrung: Die fürs Wochenende Zuhause bleibende Mila schläft lange, aber definitive nicht diesmal. Schnell die Bikes ins Auto und los nach Leopoldstal, wo wir uns mit dem Mipmip verabredet haben um den Hermannsweg zu fahren…

…Der Sonnenaufgang von der Autobahn war unvergesslich. Langsam aber sicher kommt das Lich von Osten, Nebel schwebt über Wiesen und entschärft die Konturen der Landschaft…

…Im Jahre 9 n. Chr. wurden im Teutoburger Wald in der Varusschlacht drei römische Legionen von Germanen vernichtet. Weiter nach Norden gingen die Römer nicht. Eine Niederlage, die ein Schluss gemacht hat die rechtsrheinischen Gebiete zur einer Provinz des Römischen Reiches zu machen. Der Führer der Germanen war ein Fürst der Cherusker, sein germanischer Name ist unbekannt, die antiken Quellen nennen ihn “Arminius” oder “Hermann der Cherusker”. Die Quellen berichten, er sei ein eingebürgerter Römer gewesen und habe im römischen Militär eine Karriere als Berufsoffizier gemacht. Bei der Varusschlacht war er 26 Jahre alt…

Die Geschichte von der Niederlage des Römischen Reiches in den tiefen Wäldern der Germanen hat mich fasziniert, diesen Hermannsweg wollte ich fahren und die Geschichte auf mich wirken lassen.

Kurz vor 9 Uhr warten wir auf einem Parkplatz in Leopoldstal auf Marcel.
Der kommt und der Ausflug beginnt.

Am Bahnhof war der Hinweis “H” deutlich zu sehen. So wie nach der ersten Abbiegung nach links immer noch. Dann ging es hoch Richtung eines Friedhofes. Doch davor mussten wir noch mal die Tune-Kurbel bei meinem und Marcels-Bike nachziehen, so wie seine Shimano XTR Pedale. Wanderwege sind auf der Topo-Deutschland-Karte meines Garmin Oregon 550T als ein rote punktierte Linie angezeigt, so sollte es kein Problem sein, den Hermannsweg nachzufahren, besonders weil er mit einem großen “H” markiert ist.

Auf einem Aussichtsturm quäle ich die Teilnehmer mit der Geschichte: “Von dahinten kamen die Römer…”

Die allerletzten warmen Herbsttage und Panoramablicke, die man noch mit Sommerbekleidung geniessen kann. Mildwarm und buntherbstlich…

Irgendwann war kein “H” für “Hermannsweg” mehr zu sehen. Die Teilnehmer stellten Fragen, die ich mit großer Überzeugung beantwortete, der HW sei relativ neu, den gebe es erst seit kurzem. Die beiden glaubten mir und lachten mich nicht aus. Zuhause musste ich mich schämen, als ich herausgegoogelt habe, der Weg wurde “im Jahr 1902, gut 25 Jahre nach der Fertigstellung des Hermannsdenkmals, eingerichtet”.

So mitkam es durch einen Zufall, dass wir uns nach meiner falschen Abbiegung hinter dem Freidhof, auf dem Egge-Weg befunden haben. Das sei nicht schlimm, meinte MIpmip, den Hermannsweg könne man sowieso wegen der zahlreichen Wanderer schlecht fahren.
Wir waren Glückspilze, wir hatten steile, wurzelige Rampen nur für uns allein. Weil von Wanderern gab es nicht viel zu sehen. Der Kammweg über das Egge-Gebirge war menschenleer. Auch Verpflegungsmöglichkeiten gab es keine, kein Kuchen, keine Pommes, keine Cola und kein Bier. In Marsberg, am Ende des Weges gab es wieder alles. Prost! Auf den Guide, bzw. die Guide, die die Richtung absolut und total verfehlt hat!


Am nächsten Tag, gut ausgeschlafen und gefrühstückt, fahren wir mit dem Zug zurück zum Ausgangspunkt, also nach Leopoldstal um diesmal alles richtig zu machen. Hermannsweg, wir kommen! Hoffe ich doch…

Während der Reise unterhält man sich und seine Nächsten mit allen möglichen Mitteln: man mach ein wenig Gymnastik…
…man liest was zu finden ist…
…man macht noch ein weinig Gymnastik……man trinkt Kaffee aus einer Schüssel und gönnt sich ein Eis…Diesmal machen wir wirklich alles richtig, wir biegen nach rechts und folgen dem großen “H”. Der Weg ist schon sehr anspruchsvoll, schön, dass wir uns gestern warm gemacht haben, es geht nur rauf und runter, es gibt sowohl steinige Trails vom feinsten als auch Panoramablicke, Menschen, Kinder und Hunde. Zahlreiche Verpflegungsmöglichkeiten werden von uns ignoriert, ausgestattet mit den im Hotel selbstgeschmierten Brötchen haben wir keinen Kummer, zu verhunger. Es ist so geil, alles loszulassen und mit den Trails zu spielen, die Kamera bleibt fast die ganze Zeit unberührt in der Tasche, aber nicht bei den Externsteinen und dem Hermannsdenkmal… …Kurz vor 17 Uhr nach ca. 40 km und ca. 1000 Hm sind wir am Bahnhof in Oelinghausen auf dem “versteckten” Gleis B.

Freude: unser Zug kommt bald!
Auf dem “verstecken” Gleis B gibt es keinen außer uns. Wirklich niemand. Die Frage lautet, ob der Zug hier auch wirklich anhält?

Die viertel Stunde Ungewissheit, ob der Zug auf dem “versteckten” Gleis B anhält, macht uns ein wenig nervös, da helfen nur abschliessende sportliche Experimente…

An einem sonnigen Sonntag irgendwo im Taunus

Manchmal reicht es einem zu wissen, dass am Wochenende die Sonne scheint, die Pläne schmieden sich von selbst. Aufwachen, bei ausgiebigem Frühstück feststellen, das Wetter ist vielsprechend, rauf aufs Rad und los!

Es ist kurz vor 9 Uhr. Die Lüft ist noch kühl, aber alles zeigt, der Tag müsste absolut Hammer werden. Die Strassen sind noch leer, so wie der Kopf. Ein schönes helles Gefühl der Freiheit verbreitet sich mit jedem Tritt.

Ab 11 Uhr brauchen wir unsere Jacken und Beinlinge nicht mehr. Ab jetzt lautet es, Sonne tanken und die Fahrt geniessen. Jeder nach seiner Art. Ich guide und bestimme das Tempo, der von der Reminiszenz des Posters “Why Guys Always Keep Their Beer on the Bottom Shelf” motivierte Mario greift zur Kamera…

Als wir den Gr.Feldberg erreicht haben, hatten wir kurz vor 100 km.

Es war etwa gegen 13 Uhr und die riesige Kuchenlust kündigte sich laut und deutlich an. Also nahmen wir einen Platz und ließen es uns gut gehen.

Agresti Rahmen, Stahl

Es ist so weit…
Ein Rahmen von dem kultigen hessischen Rahmenbauer Stefano Agresti ist da!
Das Meisterwerk aus Stahl bringt auf die Wage nur 1554 g. Der klare Lack betont die Schönheit der Linien und die gelöteten Verbindungsstellen.

Stolz auf sein Werk strahlte  Stefano Agresti bei der Übergabe des Rahmens.

Grazie Maestro!

Frankenwald Radmarathon am 31.07.2011

…Unglaublich aber wahr,  200 km 3070 Hm innerhalb 9 Stunden 39 Min mit dem 1Gang bei Übersetzung 48/18. Danke an Mario für die Inspiration!

Keine Sonne, ein wenig Regen, geile Panoramablicke, leckeres Essen auf unzähligen:) Verpflegenstationen, 10 km vom Ziel, am Posseck, den Name ist nicht zu vergessen, weil da die Krönung der Strecke war - eine 1 km lang Rampe, die mit erstmal 17% dann mit 10% einem die Kraft aus der Kette saugt…

Black Forest Ultra Bike Marathon

…Im Wetterbericht stand etwas über 4 Grad, aber wer hielt das für möglich – mittel im Sommer? Lächerlich! Und trotzdem haben wir warme Bike Bekleidung mit eingepackt und das war richtig so.

Später ließt man, der 14. Black Forest Ultra Bike Marathon habe bei den härtesten Wetterverhältnisse stattgefunden, mit Hagelschauern, Regen und böigem Wind habe es die widrigsten äußeren Bedingungen aller Zeiten gegeben. In der Tat, viele, die mit kurzen Hosen angefangen hatten, mussten das Rennen vorzeitig abbrechen, manche wurden mit dem Rettungswagen wegen Unterkühlung ins Tal gefahren.

Wir haben durchgehalten und gedacht, es sei normal so ein Sommer im Schwarzwald, einfach weiter fahren, egal ob es regnet oder schneit, oder donnert, irgendwann endet sich jeder Weg, wer durchhält, gewinnt im Zielbereich heiße Dusche und warme Suppe….

Der Track ist leider nicht vollständig, die Akkus wollten bei dieser kühlen Witterung nicht lange arbeiten…

Trans Germany mit Mario powered by Singlespeed

Es ist wohl war, das war der allererste Versuch mit einem Singlespeed Trans Germany zu fahren. Was noch mal beweist, 1Gang reicht! Der Rest ist eine pure Kopfsache, auch wenn der Fahrer untrainiert ist. Eine unerschöpfliche Quelle der Kraft&Energie sind Sprüche, die ein Singlespeeder unterwegs hört: Warum EIN Gang? Hast du deine Schaltung verloren? Wahnsinn! Unglaublich! Was war das grade? Hut ab! Warum tut man sich so was an? Was kriegt man dafür bezahlt, ohne Schaltung zu fahren?…
Tausend Mal dank dem besten Betreuer Aller Zeiten – Mario, mit dem mein Traum in Erfüllung gegangen ist!!!
1.Tag Sonthofen – Pfronten, ca.68 km 2568 Hm
In der Nacht vom Start hat es geregnet, sonst war das Wetter gnädig zu den Teilnehmern. Die letzten Vorbereitungen und gleich wird es erlebt – Trans Germany per Singlespeed:)
Noch ca. 38 Min bis zum Start – Zeit für ein Fotobeweis…
Der erste Anstieg, alles sieht noch sauber aus, die Spannung baut sich auf!
Unglaublich, aber wahr: es gab ein paar leckere Downhills…
Die erste Etappe ist geschaft! Vorfreude auf die Pasta-Party!!!
2.Tag Pfronten – Lermoos 77 km 2312 Hm
Der Himmel über der 2.Etappe sieht vielversprechend aus. Die Stimmung steigt noch weiter, oh jeh, oh jeh:)
Bei bilderbuchartigem Wetter endet die 2.Etappe in Lermoos. Die Strecke war echt geil und am Ende noch ein kurzer aber verblockter Downhill. Die Pasta-Party ist recht verdient.
3.Tag Lermoos – Garmisch-Patenkirchen 74 km 1904 Hm
Die Sonne scheint noch doller und es ist THE TIME FOR THE PINK SHORTS!
Nach der 3. “Mörderetappe” gab es in Garmisch ein riesig großes superleckeres farbenfröhliches Fotoeis.
Dreimal Pasta-Party nach einander, überfüllte oder geschlossene Restaurants bestimmen das Schicksal, in einem gemütlichen freundlichen Döner-Imbiss eine köstliche Mahlzeit zu geniessen.
4.Tag  Garmisch-Patenkirchen – Maurach/ Achensee 98 km 1565 Hm

Das Finish am Achensee nach 8463 Hm und 323 km macht einen so euphorisch und heiss, dass…

… nur eine Abkühlung im 12 Grad kaltem Achensee die Lebensgeister wieder erwecken kann!

Das Highlight-Erlebniss ist vorbei. Wenn man nach Hause kommt, hat man ein gutes Gefühl: man hat für sein Ego schon wieder was Gutes getan…

Taunus. Sommer. Donner&Gewitter

Das Gewitter wurde schon gestern angekündigt, aber wer glaub an so was, wenn man beim Aufwachen intensiv blauen Himmel sieht:) Also, das Wetter ruft, die Bikes schreien!
…Wir waren wahren Glückspilze, es regnete herum, aber nicht dort, wo wir fuhren, das ganze Weekend-Paket – Falkeistein, Altkönig, Feldi, Trail zur Limeskastelle, der steinige Weg zum Herzberg, dann runter zum Mamorstein – wurde erlebt und genossen… Auf dem Rückweg, kurz vom Fuchstanz hat es  uns doch erwischt, richtig gedonnert und gegossen, nach der Entdeckung mit Bier für Jüngs und Apfelschorle für Nicht-Jüngs sah die Welt aus dem Nebel hinter dem Altkönig märchenhaft bezaubert aus…
Nach dem Fuchstanz waren die Akkus im GPS-Gerät leer, was sehr unsere Kreativität beim nach neue Wege Suchen beeinflusste. Ganz zum Schuss kamen noch abschließende Experimenten  mit Trepperunterfahren:)